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In Initiativen lernen - durch Initiative lernen [Bewerbungen 11, 12, 13, 14, 17]
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"Mülheimer Jungenkulturfestival"
Ziel dieses Festivals ist es, den Erlebnisbereich der Jungen im Sinne geschlechtsbezogener Arbeit zu erweitern. Jungenarbeit möchte eine offene, geschützte Atmosphäre bieten, die es den Jungen ermöglicht, eigene Vorstellungen von Rollenidentität zu entwickeln. Gleichzeitig fördert sie die Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und Selbständigkeit.
Die Arbeit mit Jungen muss sowohl bedürfnisorientiert als auch attraktiv sein und Spaß machen. Der Weg führt dabei über Akzeptanz und persönliche Anerkennung, Verständnis und Wertschätzung der männlichen Persönlichkeit der Jungen.
Die Arbeitsgemeinschaft der Offenen Türen (AGOT) in Mülheim an der Ruhr hat im Jahr 2003 das zweite Jungenkulturfestival durchgeführt. Die Veranstaltung, die erstmalig im Vorjahr im Städt. Jugendzentrum Cafe 4 You als Kooperationsprojekt stattfand, wurde von den Jungen in Mülheim an der Ruhr so gut angenommen, dass eine Erweiterung der Veranstaltung notwendig wurde.
Das Jungenfestival bietet den Teilnehmern mittels geschlechtsspezifischer Aktionen u.a. folgende Möglichkeiten:
- Auseinandersetzung mit der eigenen Person
- Workshops zum Thema "Sexualität"
- Förderung des Gemeinschaftserlebens
- Erfahren und Akzeptieren von Grenzen
- Entdecken eigener Begabungen und Fähigkeiten
- Vermittlung positiver Erlebnisse
- Erlernen von Eigenverantwortung gegenüber der Gruppe
- Fördern von Fürsorge und Rücksichtnahme
- Treffen von Gleichgesinnten (Entstehen neuer Freundschaften)
Städtisches Jugendzentrum Cafe 4 You
Marktplatz 1, 45476 Mülheim an der Ruhr
Fon 0208 / 77 96 58
Mail salvatore.sangiorgio@stadt-mh.de
Kontaktperson Salvatore Sangiorgio

"In Deutschland leben"
Die Idee ist, die Neuankömmlinge in Deutschland, vor allem in der
Zeit des Einlebens, des Zurückziehens und
während des Kulturschocks, Schritt für Schritt zu begleiten.
Es gibt Integrationsseminare, Deutschunterricht, Förderunterricht, Veranstaltungen, Kulturelle Exkursionen und Feste.
Die Idee entspringt unserer eigenen Erfahrung als Migranten in Deutschland. Wir möchten jugendlichen Neuankömmlingen helfen, sich in der Anfangszeit hier besser zurechtzufinden und zwischen den Normen und Werten aus der Heimat und denen aus der neuen Umgebung zu vermitteln. Wir wollen so einen Kulturschock verhindern bzw. abmildern und ermöglichen, dass die jungen Leute sich der neuen Kultur gegenüber öffnen.
Dabei übernehmen ehemalige Teilnehmer,
die schon länger hier leben, Mitverantwortung für die Neuankömmlinge. Dieses Verfahren hat sich sehr bewährt, weil die ehemaligen Teilnehmer sehr motiviert sind und die Lage und Bedürfnisse der Neuen genau kennen. Das Programm beinhaltet Deutschkurse, Förderunterricht, Integrationsseminare, kulturelle Exkursionen, deutsch-vietnamesische Kulturveranstaltungen und individuelle Beratung. Wir verstehen uns als eine Stütze für die Jugendlichen, die ohne ihre Familie hier zurechtkommen müssen.
VIFI e.V. - Vietnamesische Interkulturelle Fraueninitiative in Deutschland e.V.
Merensiepen 33, 58453 Witten
Mail vifi.info@t-online.de

"Wie stellst du dir dein Leben vor?"
Mit dem Ziel, die Chancengleichheit in der Lebens- und Berufsplanung von Mädchen und Jungen zu verbessern, ist ein geschlechtsdifferenziertes Unterrichtskonzept entwickelt worden, dass die Perspektiven auf die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen als zentrales Qualitätsmerkmal betont.
Indem ZiB von Beginn an alle Aktivitäten - die Arbeit mit den Mädchen und Jungen genauso wie die Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern - mit der Perspektive der Geschlechtsdifferenziertheit durchgeführt hat, erfüllt es heute alle Kriterien der Strategie und Zielsetzungen des Gender Mainstreaming.
Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist von Beginn an die gelungene Integration schulischer Bildung mit den Methoden und Sichtweisen der parteilichen Mädchen- und Jungenarbeit gewesen.
Um den Lebenslagen von MigrantInnen Rechnung zu tragen, ist die Konzeption für die Arbeit im interkulturellen Kontext ausdifferenziert worden.
Vor diesem Hintergrund wurden folgende Ziele formuliert:
Mädchen und Jungen setzen sich frühzeitig und intensiv mit Fragen der allgemeinen Lebensplanung und Berufswahlorientierung auseinander und erfahren Unterstützung darin, zeitgemäße Lebens- und Berufperspektiven zu entwickeln.
Lehrerinnen und Lehrer werden durch die Reflexion ihrer eigenen Geschlechterrollen für das Thema Geschlechtergerechtigkeit in der Schule sensibilisiert.
Lehrerinnen und Lehrer werden befähigt, künftig eigenständig Projektunterricht an ihrer Schule zu planen und durchzuführen.
Eltern werden als wichtige UnterstützerInnen bei der Berufswahl ihrer Töchter und Söhne gesehen und erhalten in dieser Rolle Unterstützung.
Durch Kooperation und Vernetzung wird die Nachhaltigkeit der Projektergebnisse sichergestellt.
ZIB - Zukunft im Blick
Warendorfer Straße 3, 48145 Münster
Fon 0251 / 5 56 72, Fax 0251 / 4 02 15
Mail ZIB@frauen-und-beruf-muenster.de
Kontaktpersonen Gerlinde Amsbeck, Christiane Wortberg

"aufgeklemmt!" - SchlAue Jugend anyway
aufgeklemmt! ist eine Gruppe ehrenamtlicher BesucherInnen des Jugendzentrums, die lesBIschwule Aufklärungsarbeit vorrangig mit Schulklassen macht und so für Toleranz und Akzeptanz lesBIschwuler Lebensweisen einsteht.
Mit geschultem methodischen sowie authentischen Wissen und persönlichen Erfahrungen, die mehr sagen als ein Lehrbuch, will aufgeklemmt! mit seinen geschlechtsspezifischen Gruppenveranstaltungen Akzeptanz lesBIschwuler Lebensweisen in der Gesellschaft fördern, damit einen Beitrag von Gewaltprävention leisten und zu sexueller Selbstbestimmtheit ermutigen. Zielgruppe sind neben Jugendlichen und jungen Erwachsenen auch MultiplikatorInnen in der pädagogischen Arbeit.
Ziele sind:
- Sensibilisierung gegenüber Diskriminierung
- Vermittlung, dass Lesbischsein / Schwulsein mehr bedeutet als Sexualität
- Darstellung verschiedener Formen von zwischenmenschlichen Beziehungen
- Hinterfragen von Klischees
- Auseinandersetzung mit dem Thema Identität, Frauen- und Männerbild
Nach den Richtlinien des Landes NRW sind lesbischwule Lebensweisen in jeder Schule zu thematisieren; als Tabuthema wird dieses jedoch häufig nur angeschnitten, als Randphänomen dargestellt oder ganz übergangen.
Dieses Thema auch in der Schule ausführlich zu behandeln, hilft jedoch nicht nur den ca. 7 - 10% lesbischen oder schwulen SchülerInnen offener zu ihrer sexuellen Orientierung zu stehen, sondern vielmehr profitieren auch die heterosexuellen SchülerInnen davon, da ihnen die Möglichkeit zur Reflexion ihrer eigenen Identität und ihres eigenen Verhaltens geboten wird.
anyway-Jugendzentrum für lesbische und schwule Jugendliche
Kamekestraße 14, 50672 Köln
Fon 0221 / 5 10 54 96, Fax 0221 / 5 10 63 44
Mail judith.eisert@anyway-koeln.de, Internet www.anyway-koeln.de
Kontaktperson Judith Eisert

"Die Marionetten"
Jugendliche aus sozialen Brennpunkten erhalten die Chance, an einem professionellen Training in den Bereichen Tanz,
Gesang und Schauspiel teilzunehmen. Das Training und die anschließenden Aufführungen lassen den Jugendlichen eine Anerkennung zuteil werden, die sich auf die Persönlichkeitsentwicklung äußerst positiv auswirkt. Je nach Einsatz und Talent könnte dieses Projekt sogar eine berufliche Perspektive bieten.
Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten ohne Schulabschluss wird eine professionelle Ausbildung in künstlerischen Bereichen ermöglicht. Damit erhalten sie eine für sie überschaubare und motivierende Perspektive, sich in künstlerischen Bereichen fortzubilden und zu arbeiten. Die teilnehmenden Jugendlichen werden durch ihr Engagement Respekt und Anerkennung erleben und durch diese Erfahrung in ihrer persönlichen Entwicklung gestärkt.
Insbesondere soll mit diesem Projekt ein Beitrag zur Gewaltprävention für Jugendliche aus sozialen Brennpunkt-Stadtteilen geleistet werden.
Pädagogisches Schwerpunktziel ist die soziale Integration der Jugendlichen und die Aufarbeitung von Sozialisationsschädigungen und Persönlichkeitsstörungen, geprägt durch
frühe Gewalterfahrungen. Mittels theaterpädagogischer Arbeit sollen ihnen neue Perspektiven für ihr Sozialverhalten aufgezeigt werden. Die multikulturelle Zusammenarbeit des künstlerischen Teams und der ausgewählten Jugendlichen leistet zudem einen öffentlich wahrnehmbaren Beitrag gegen Diskriminierung bzw. für multikulturelle Zusammenarbeit.
Bei den Jugendlichen handelt es sich vorwiegend um Jugendliche, die nicht mehr zur Schule gehen wollen und die bisher keinen Arbeitsplatz und keine Ausbildung wahrgenommen haben. Die ausgewählten Jugendlichen bekommen eine einmalige Chance, durch ein künstlerisches und ein pädagogisches Team unterrichtet und betreut zu werden.
Planet Kultur e.V.
Butzweilerstraße 155, 50829 Köln
Fon 0221 / 2 50 15 10, Fax 0221 / 2 50 15 11
Mail Planetkultur@aol.com
Kontaktperson Pierre Richard

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