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In Initiativen lernen - durch Initiative lernen [Preisträger]
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Vorstellung der Preisträger
Zum fünften Mal wurde der Initiativenpreis überreicht, der vom Ministerium für Schule, Jugend und Kinder NRW gefördert und aufgrund einer Juryentscheidung vergeben wurde. In der Jury wirkten mit Frau Professorin Karin Böllert von der Universität Münster, Herr Peil von der Fachhochschule Köln, Herr Melulis vom letztjährigen Preisträger, der Ruhrwerkstatt Oberhausen, Frau Elsing vom Ministerium für Schule, Jugend und Kinder NRW und Herr Dr. Volker Bandelow vom PARITÄTISCHEN Jugendwerk NRW.
1.Preis: "Grend forscht - über seltsame Pflanzen, Insekten und andere wilde Tiere"
Den ersten Preis erhält die Werkstatt e.V. im Kulturzentrum Grend für ihr Projekt "Grend forscht - über seltsame Pflanzen, Insekten und andere wilde Tiere". Im Rahmen eines Ferienprojektes konnte eine Gruppe von Kindern über zwei Wochen in Wald, Park und Zoo die natürliche Umwelt entdecken, naturwissenschaftliche Zusammenhänge erforschen, mit modernen Techniken aufzeichnen, präsentieren und schließlich durch eigene kreativ-künstlerische Tätigkeit vertiefend verarbeiten.
Es ist gerade der hohe Grad vernetzter Kompetenzen, die in diesem Projekt entwickelt und vermittelt werden - Einsichten in die natürliche Umwelt, naturwissenschaftliche wie auch kulturpädagogische Lernziele, Medienkompetenz, ergebnisorientiertes Lernen in der Gruppe, Entwicklung eigener Kreativität und vieles mehr - die dieses Projekt für den ersten Preis würdig macht.
2. Preis: "Geschichtenmacherinnen-Club"
Der zweite Preis geht an den "Geschichtenmacherinnen-Club" des Spielhauses Dießem in Trägerschaft des Werkhaus e.V. in Krefeld. Zunächst entwickelten und präsentierten dort nur Mädchen - erst später kamen auch Jungen hinzu - gemeinsam Geschichten. Das Thema des Projektes scheint vordergründig ein klassisch "schulisches" zu sein. Bei genauem Hinsehen stellt man aber fest, dass für eine derartige Arbeitstiefe in den schulischen Arbeitsplänen leider gar keine Zeit mehr ist.
Insbesondere die
konzentrierte Arbeit an der Entdeckung und Entwicklung sprachlicher Kreativität in Verbindung mit der Vermittlung zahlreicher weiterer Kompetenzen - wie Vorlesen, Ausstellung machen, Internet-Präsentation entwickeln, Geschichten illustrieren - macht den Geschichtenmacherinnen-Club zu einem besonders guten Beispiel für außerschulische Jugendbildungsarbeit und erschien der Jury daher besonders wert, ausgezeichnet zu werden.
3. Preis: "Pipilotta baut Villa Kunterbunt - Abenteuer Bauen für Mädchen"
Den dritten Preis wird dem Handwerkerinnen-Haus in Köln überreicht für das Projekt "Pipilotta baut Villa Kunterbunt - Abenteuer Bauen für Mädchen". Dort konnten Mädchen etwas lernen, das gerade nicht im Zentrum ihrer Lernerfahrung in der Schule steht. Es ging um den Bau eines Hauses innerhalb eines fünftägigen Ferienprojektes im Sommer 2002 durch acht
Mädchen im Alter von damals 10 - 14 Jahren - selbstverständlich unter fachkundiger Anleitung von zwei Schreinerinnen. Die Mädchen konnten sich spielerisch in ein Aktionsfeld einarbeiten, das traditionell den Jungen vorbehalten ist. In diesem Projekt konnten sie - angeleitet eben auch durch weibliche Vorbilder - an sich neue Fähigkeiten entdecken und entwickeln.
Übrigens: Wenn nun künftig das Land gerade den Zuschuss für Ferienprojekte auf Null fährt, dann werden solche Projekte und außerschulischen Lernerfahrungen leider immer seltener.
Lobende Erwähnung: "grenz>gänge - Ein Musik- und Tanzprojekt mit Grundschulkindern und Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren"
Der Jury ist die Entscheidung nicht leicht gefallen - das Angebot war vielfältig und immer handelte es sich ganz offensichtlich um Projekte, die mit Herzblut betrieben waren. Es wurde geprüft und abgewogen um schließlich zu einer einstimmigen Entscheidung zu kommen, die im wesentlichen von allen mitgetragen wurde. Die kleine Einschränkung beruht darauf, dass die Jury gerne der "börse" in Wuppertal für ihr musikalisch-schauspielerisch orientiertes Projekt "grenz>gänge -
Ein Musik- und Tanzprojekt mit Grundschulkindern und Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren" einen größeren Preis gegeben hätten. Da das Projekt aber bereits vom Kulturministerium eine nennenswerte Förderung erfahren hatte, erschien es nützlicher und sinnvoller, ein mehr originäres Projekt der außerschulischen Jugendarbeit zu prämieren. Dies soll die Arbeit der "börse" in keiner Weise schmälern. Es erhält daher eine "Lobende Erwähnung".
Die Begründungen zur Preisverleihung sind dem Text von Dr. Volker Bandelow zur Preisübergabe entnommen.
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